Cranio Sacrale Arbeit als Hilfe nach der Geburt

Üblicherweise kommt ein Kind mit dem Kopf zuerst auf die Welt. Da die Schädelknochen des Säuglings die Möglichkeit haben, sich zu verformen und anzupassen, ist dies ein ganz physiologischer Vorgang.

Dann, wenn beispielsweise Kompressionskräfte zu groß waren oder eine Saugglocke, Zangengeburt angewandt wurde, können sich die Schädelknochen und die Halswirbelsäule derartig ineinander verschoben haben, dass eine ungelöste Geburtsdynamik vorliegt. Diese kann sich im Körper über die Wirbelsäule und das Becken fortsetzen. Umgekehrt ist bei einer Steisslage dasselbe möglich. Andere Schwierigkeiten bei der Geburt wie Sauerstoffmangel, Plazentavorfall, Nabelschnurabdrückung können ebenfalls einen traumatischen Einfluss haben.

Folgen sind u.a.: Saug- und Stillprobleme, Schluckbeschwerden, Schreien, Koliken, Hörstörungen, Augenkoordinationsprobleme, Hypermobilität des Nackens und des Gelenks zwischen Schädel und Halswirbelsäule ( z.B. Schiefhals ). Werden diese und weitere Symptome nicht erkannt, kann es im späteren Leben zu Manifestationen wie Asthma, Verdauungsbeschwerden, ungelösten Haltungsmustern, Legasthenie, Hyperaktivität oder Depression, Epilepsie, Einschränkungen im sensorischen Bereich ( hören, sehen, tasten ) kommen.

Je früher die Behandlung ansetzen kann, umso besser. Die Cranio Sacral Therapeutin stellt sich auf das Kind und die Mutter, den Vater ein. Sie anerkennt, die dem Säugling eigene Art und Weise, was Bewegung, bevorzugte Körperhaltung, Ausdruck ( lachen, weinen ) angehen. Babys geben klare Signale, ob wir willkommen sind oder nicht. Diese Erlaubnis zur Kontaktaufnahme ist sehr wichtig und Voraussetzung.

Die Arbeit selbst wird sowohl im Zusammenwirken mit der Begleitperson, als auch zwischen Therapeutin und Baby vollzogen: wie verhält es sich auf dem Arm ( Gleichgewicht ), wie auf dem Bauch, dem Rücken liegend. Welche bevorzugte Haltung nimmt der kleine Körper ein.

Die Cranio Sacral Arbeiterin lauscht dann dem Cranio Sacralen Puls als ursprünglichem Lebensrhythmus und überprüft die Funktion von Faszien und Muskeln. Im weiteren widmet sie sich der Funktion von Schädelknochen: ob und wie konnten die Schädelplatten nach dem Stress der Geburt in ihre physiologische Lage zurückkommen. Ist die Verbindung von Hinterhaupt und Halswirbelsäule o.k. Stimmt die Spannung der inneren Schädelmembrane. Was macht der Atemraum ( v.a. thorakaler Einlass ). Kann das Sacrum seine Bewegung zusammen mit dem Schädel vollziehen. Sind wichtige Nerven frei zu arbeiten: Zungenschlundnerv, Eingeweidenerv, Nerv für den Gleichgewichtssinn. Schon diese Untersuchungen sind Teil der Behandlung. Spezielle Techniken z.B. am Schädel an Atlas und Occiput zur Befreiung der Schädelbasis, an Ossa Temporale zur Lösung evtl. Membranspannungen im Schädel und zur Unterstützung im sensorischen Bereich ( Ohrpropleme lösen ) folgen. Selbstverständlich wird beispielsweise über die Arbeit mit dem Duralschlauch ( die Schädel - Kreuzbeinverbindung ) der gesamte Körper miteinbezogen.

Eine Babybehandlung dauert i.d.R. 20-30min. Eine für Erwachsene plus minus 60min.

Je nach dem, wie lange und welche Problematiken vorliegen, kann mit 5-10 Behandlungen gerechnet werden

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