Essstörungen

Essen als Sucht:
Den Tag mit bangem Blick auf die Waage beginnen.
Die Kalorienzahl fast aller Lebensmittel auswendig wissen und sie über den ganzen Tag addieren.
Stets zu wissen, was und wieviel man essen darf, und dass man auf keinen Fall das essen darf, was frau möchte. Abends im Bett Diätpläne für den nächsten Tag schmieden und davon zu träumen:„wenn ich erst richtig schlank bin“.

Gestörtes Essverhalten wird klassisch in 3 Bereiche unterteilt:

Magersucht ( Anorexie ) ist ständige Essverweigerung bzw. nach dem Genuss eines grünen Apfels und eines Magerjoghurts kasteiende sportliche Betätigung und / oder Diätverhalten. Kennzeichen: Untergewicht.
Magersucht ist gekennzeichnet durch intensive Angst dick zu werden, selbst wenn Gewicht verloren wird.

Fress - Kotzsucht ( Bulimie ) ist sich wiederholendes Überessen mit anschließendem Erbrechen bei Normalgewicht. Die Gewichtsschwankungen liegen bei +/- 5kg.
Ess -Brechsucht ist hergeleitet aus dem Wort bulimia nervosa und bedeutet Stierhunger.

Esssucht ( Adipositas ) ist andauerndes Überessen bei ständiger Gewichtszunahme bis Fettleibigkeit. Esssucht ist eine ständige Fixierung auf das Essen, ein Zwang essen zu müssen.

Nach meiner über 20-jährigen Erfahrung mit essgestörten Menschen ist die Form der latenten Ess-Sucht hinzuzufügen: immer wiederkehrendes Überessen mit anschließenden strengen Diäten und / oder Fitnesstechniken, um das Gewicht im Normalbereich zu halten.

Bei allen 4 genannten Formen sind Mischformen möglich. Die individuelle Not, die hinter Essstörungen steckt, sitzt, neben körperlichen Beschwerden, tiefer und ist nicht unbedingt in der Symptomatik zu suchen, sondern vielmehr ist Ursachenforschung auf den, die Einzelne/n zugeschnitten die Aufgabe. Daran anschließend werden eingeschliffene Muster lösbar und Verhaltensänderungen erprobt, was neue Wahlmöglichkeiten und
Chancen beinhaltet.
Neben dem Bild der sogenannter Störung gilt es die Ressourcen, die Fähigkeiten des Menschen herauszufinden und zur Geltung zu bringen. Es ist eine Arbeit am Selbstwert, die durch die Basis der Beziehungsarbeit zwischen Therapeutin und PatientIn möglich wird. Ich verstehe mich dabei als zuverlässige Unterstützung und Begleitung.

Für Angehörige wird Beratung in Berlin angeboten.
 
topSeitenanfangDruckversion drucken Diese Seite weiterempfehlen Seite empfehlen