Die Motivierende Gesprächsführung - eine Methode der Kommunikation

Bei dem Ansatz der Motivierenden Gesprächsführung handelt es sich um eine Weiterentwicklung der direktiven, klientenzentrierten Methode, die auf eine Verbesserung der intrinsischen Motivation in Richtung Veränderung abzielt.

Dabei konzentriert sie sich ganz auf die gegenwärtigen Interessen und Sorgen des Menschen, nimmt diese bewusst auf und reagiert auf eine Art und Weise, dass die Person selbst erkennen kann, welche Vorteile Änderungen ihr bringen.

Die Motivierende Intervention wird als dauerhafter Prozess im Praxisfeld gesehen und nicht als Voraussetzung für Zusammenarbeit. Da sie keine schnell erlernbare Technikenansammlung ist, lebt sie als kunstvolle, klinische Methode von der Überzeugung, dass jede Person Veränderungspotential besitzt und es die Aufgabe des Gesprächsführenden ist, dieses freizusetzen und zu fördern. Dabei werden vorhandene Ambivalenzen thematisiert und durch die dann wahrgenommenen Diskrepanzen Möglichkeiten geschaffen, das gegenwärtige Verhalten zu überprüfen. Oft kann der Anfragende dann erkennen, dass seine grundsätzlichen Ziele und Werte tatsächlich andere sind und ist dann bereit sein jetziges Verhalten zu ändern.

In beratenden und therapeutischen Berufen Tätige können mit Hilfe dieses Ansatzes ihr Repertoire erweitern, ihre Fähigkeiten darin verbessern, eine Veränderung in Zusammenarbeit mit dem Anfragenden zu vollziehen und zu stabilisieren.

Da es sich also um einen ständig laufenden, sich entwickelnden Prozess und kein Curriculum handelt, wird deutlich, dass es weniger um ganz neue Methoden geht, als um die Erweiterung der Fertigkeiten mit Geschick die Kommunikation zu führen und die Veränderungsabsicht zu stärken. Eine gewisse Gratwanderung entsteht, da natürlich das Kriterium auf verändertes Verhalten abzielt und gleichzeitig unabdingbar der Anfragende als Person mit vollständig eigener Entscheidung und Verantwortung gesehen und wertgeschätzt wird.

Es stellt also eine Herausforderung dar, diesen Ansatz sowohl methodisch anzuwenden, als sich auch immer neu auf Situationen, die unvorhersehbar entstehen, einzulassen.

Die Kontinuität besteht in der klaren partnerschaftlichen Haltung mit dem Recht auf Selbstbestimmung. Drei der hauptsächlichen Arbeitsmittel dafür sind aktives Zuhören, offene Fragen stellen und Reflexionen anbieten.

Der Ansatz der Motivierenden Gesprächsführung lebt von der Weiterentwicklung in Ihrer alltäglichen Praxis.

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