Trauerbegleitung - Sterbebegleitung - Trauerberatung

Obwohl wir wissen, dass NICHTS beständig ist, kein Lebewesen, kein Ding, dass ALLES vergeht, verblüht, fällt es uns oft schwer, dies anzuerkennen und den Veränderungen Platz zu lassen.

Lieber dann doch: festhalten, beim Alten lassen, Gewohntes beibehalten, sich nicht trennen können. Sicher ist es bei einem Verlust eines geliebten Menschen viel verlangt, dies anzunehmen und ihn gehen zu lassen. Wenn es uns schon bei Dingen des alltäglichen Lebens so schwerfallen kann, wie sollen wir dann erst einen Menschen verabschieden? Ähnliches kann auch für Veränderungen und Abschiede am Arbeitsplatz, dem Wohnort, dem Lebensumfeld gelten.

Tag für Tag müssen wir uns flexibel mit Veränderung und Abschied auseinandersetzen. Dabei kann es vorkommen, dass diese Herausforderungen durch Nicht-beachten, Nicht-merken wollen weggeschoben werden. Trotzdem sind sie da. Mit wegdenken, wegreden machen wir uns etwas vor.

Vor dem Schritt einer Änderung, eines Loslassens zuzustimmen, ist es sinnvoll, sich direkt damit auseinanderzusetzen. Es ist günstig und hilfreich, sich dies zu erlauben. Je nach eigenem Tempo bezw. Langsamkeit kann schrittweise angeschaut, hingeführt werden, was ist. Dabei können Schmerzen (körperlicher und psychischer Art), Wut, Angst und Traurigkeit auftreten. Genauso Leere, Ohnmacht, Verzweiflung. Das ist verständlich, denn man / frau ist und fühlt sich verlassen und damit kann auch ein sich verloren fühlen einher gehen.

Wichtig ist, diese Art von Zuständen zu betrachten, sie zu sich gehörig anzuerkennen. Dann kann es Schritt für Schritt möglich werden, FREIER von der Trauer über die Veränderung, die eingetreten ist, zu werden und wieder neue Möglichkeiten im lebendigen Leben zu entdecken.

Die Verantwortung für den Trauerprozess liegt bei der Person allein. Sie darf auch um sich selbst trauern; nichts ist verboten. Wichtig ist die Bereitschaft, sich wahrhaftig einzulassen, auf das, was ist. Aus diesem Verständnis schöpft sich erst das Neue.
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